Druckgasfedern vs. Zuggasfedern: Wo liegt der Unterschied?
Druckgasfedern vs. Zuggasfedern: Wo liegt der Unterschied?
Wenn Ingenieure oder Konstrukteure von „Gasfedern“ sprechen, meinen sie meist die Standard-Druckgasfeder. Es gibt jedoch einen weiteren Typ, der genau umgekehrt funktioniert: die Zuggasfeder (auch als Zugtyp-Gasfeder bekannt).
Die Wahl des falschen Typs kann dazu führen, dass ein Mechanismus nicht funktioniert oder sogar Verletzungen verursacht. In diesem Artikel klären wir die Unterschiede auf, erklären die Funktionsweise beider Typen und helfen Ihnen bei der Entscheidung, welche Feder Sie für Ihr Projekt benötigen.
1. Druckgasfedern (Der „Drück“-Typ)

Dies ist der am häufigsten vorkommende Gasfedertyp, der in etwa 90 % aller Anwendungen zu finden ist – beispielsweise in Motorhauben, Küchenschränken oder Maschinenabdeckungen.
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Funktionsweise: Im Ruhezustand ist die Kolbenstange vollständig ausgefahren. Wenn Sie die Stange hineindrücken, wird das interne Stickstoffgas komprimiert und erzeugt eine Kraft, die die Stange wieder herausdrücken möchte.
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Funktion: Sie unterstützt das Heben und Öffnen. Sie hilft, eine schwere Abdeckung zu öffnen und offen zu halten.
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Typische Anwendungen:
- Öffnen eines Kofferraums
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Anheben eines Bettrahmens (Staubett)
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Abstützen einer industriellen Klappe
Wesentliches Merkmal: Sie müssen Kraft aufwenden, um sie zusammenzudrücken; sie fährt von selbst aus.
2. Zuggasfedern (Der „Zug“-Typ)

Zuggasfedern sind seltener, aber unverzichtbar für spezielle Anwendungsfälle, bei denen ein Bauteil zugezogen oder in eingefahrener Position gehalten werden soll.
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Funktionsweise: Im Ruhezustand ist die Kolbenstange vollständig eingefahren (innerhalb des Zylinders). Der interne Druck hält die Stange im Inneren. Zum Betätigen müssen Sie die Stange herausziehen. Wenn Sie loslassen, zieht die Federkraft die Stange wieder hinein.
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Funktion: Sie unterstützt das Schließen oder erzeugt Spannung. Sie hält eine Abdeckung geschlossen oder hilft, eine schwere Rampe hochzuziehen.
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Typische Anwendungen:
- Garagentore (zum Hochziehen/Schließen)
- Schließen schwerer, dicht schließender Klappen
- Spannen von Förderbändern
Wesentliches Merkmal: Sie müssen Kraft aufwenden, um sie auszufahren; sie fährt von selbst ein.
Vergleichstabelle
| Merkmal | Druckgasfeder | Zuggasfeder |
| :-------------------- | :----------------------------- | :------------------------------ |
| Ruhezustand | Stange ausgefahren | Stange eingefahren |
| Kraftrichtung | Drückt heraus (Ausfahren) | Zieht hinein (Einfahren) |
| Hauptverwendung | Heben / Öffnen | Schließen / Spannen |
| Kennzeichnung | Oft mit Pfeil nach AUßEN | Oft mit Pfeil nach INNEN |
| Kosten | Standard, kostengünstiger | Spezial, höherpreisig |
Welchen Typ benötigen Sie?
Szenario A: Sie haben eine schwere Abdeckung, die Sie anheben möchten.
Sie benötigen eine Druckgasfeder. Die Feder unterstützt Sie beim Anheben gegen die Schwerkraft.
Szenario B: Sie haben eine Rampe oder Tür, die von selbst aufklappt, und möchten, dass sie sich selbst schließt oder leichter zugezogen werden kann.
Sie benötigen höchstwahrscheinlich eine Zuggasfeder. Die Feder wirkt der Schwerkraft entgegen und zieht das Bauteil in die geschlossene Position zurück.
Zusammenfassung
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Druckgasfeder = DRÜCK-Kraft (Stange fährt von selbst aus).
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Zuggasfeder = ZUG-Kraft (Stange fährt von selbst ein).
Bei DK Gas Spring fertigen wir beide Typen in vielfältigen Größen und Kräften an. Wenn Sie unsicher sind, welche Feder zu Ihrer Konstruktion passt, senden Sie uns Ihre Zeichnung oder Beschreibung – unsere Ingenieure beraten Sie zur optimalen Lösung.